„Die große Freude und Erleichterung spürt man in ganz Brandenburg“
Wirtschaftsminister Daniel Keller freut sich über die Wiederaufnahme der Produktion der Hennigsdorfer Elektrostahlwerk GmbH und blickt auf weitere Schritte zum Erhalt des Standortes.
Potsdam, 19. Dezember 2025. Die Hennigsdorfer Elektrostahlwerk GmbH hat heute angekündigt, dass die Produktion ab Januar 2026 wieder aufgenommen werden soll. Demnach wird die Kurzarbeit ab Januar beendet und alle 460 Beschäftigten können wieder ihre Arbeit aufnehmen.
Wirtschaftsminister Daniel Keller erklärte dazu: „Nach zwölf schwierigen Monaten für das Stahlwerk in Hennigsdorf können wir alle aufatmen – die 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien. Ich bin sicher, die große Freude und Erleichterung spürt man in ganz Brandenburg. Hier ist womöglich ein entscheidender Schritt zum Erhalt der Stahlindustrie in Brandenburg gelungen. Die Beteiligten haben mit Ihrer Geduld und Beharrlichkeit etwas Großartiges geleistet. Ich bin dem Betriebsrat und der Geschäftsführung um Frau Katja Rex sehr dankbar, dass dieser Weg nun gegangen werden kann. Wir haben in den vergangenen Monaten als Landesregierung immer wieder konstruktive Gespräche mit der Geschäftsführung geführt. Im Ergebnis haben wir gemeinsam mit Geschäftsführung ohne Unterlass die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Stahlindustrie gefordert.“
Mit Blick auf die weitere Entwicklung des Stahlstandortes Hennigsdorf sagte Minister Keller: „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Der Standort braucht eine gesicherte Perspektive. Deshalb stehen drei Punkte ganz oben auf der Agenda. Erstens müssen die von der EU angekündigten Maßnahmen zum Schutz der europäischen Stahlindustrie vor Billigimporten schnellstmöglich umgesetzt werden. Zweitens brauchen wir Klarheit, wie die Strompreise für die Industrie dauerhaft auf ein wettbewerbsfähiges Maß gesenkt werden können. Drittens werden wir auf das Tempo drücken, um den Bau eines neuen Riva-Elektrostahlwerkes in Hennigsdorf zu ermöglichen. Die dafür notwendigen wasserrechtlichen Voraussetzungen wurden kürzlich endverhandelt und werden nun vertraglich festgehalten. Damit konnte ein jahrelanger Konflikt aufgelöst werden. Das Wirtschaftsministerium steht bereit, um einen schnellen Baubeginn mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu unterstützen.“