Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa (MWEKE)

Grenzübergreifendes Programm Brandenburg - Polen: Drei neue INTERREG-Projekte ausgewählt

2,7 Millionen Euro EU-Fördermittel genehmigt

Potsdam, 6. Mai 2026. Der Begleitausschuss des INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen hat in einer Online-Sitzung am 5. Mai 2026 drei weitere Projekte zum Klima- und Umweltschutz genehmigt. Die neu bestätigten Projekte adressieren die effektive grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Krisenbewältigung und des Bevölkerungsschutzes als auch nachhaltiges Wassermanagement in Braunkohlefolgelandschaften.

Staatssekretär Hendrik Fischer, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa (MWEKE), erklärt: „Mit den ausgewählten Projekten wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren, Kommunen und Institutionen zwischen Brandenburg und Lubuskie im Bereich Katastrophenschutz gestärkt. Gleichzeitig wird die nachhaltige Wasserbewirtschaftung im Braunkohleausstieg als gemeinsame Herausforderung angegangen, um langfristige Lösungen für die Region zu fördern und die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen.“

In der Förderperiode 2021-2027 stellt die Europäische Union für die Umsetzung des INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen Mittel in Höhe von 88,3 Millionen Euro zur Verfügung. Für die nun ausgewählten drei Projekte des siebten Förderaufrufs genehmigte der Begleitausschuss ein Fördervolumen von weiteren 2,7 Millionen Euro. Damit sind nunmehr 73,4 Millionen Euro des Programmbudgets gebunden.

Weitere Fördermöglichkeiten bestehen im aktuell geöffneten Förderaufruf zur Verbesserung der institutionellen Kapazitäten bis Mitte Juni 2026. Der nächste, neunte Förderaufruf des Programms wird noch in der ersten Jahreshälfte 2026 geöffnet werden. Zentraler Ansprechpartner für eine Beratung ist das Gemeinsame Sekretariat (GS) in Frankfurt (Oder).

Hintergrund

INTERREG ist ein Programm der Europäischen Union, welches auch als Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) bezeichnet wird. Es hat das Ziel, durch grenzüberschreitende Kooperation den Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen den europäischen Regionen und Mitgliedstaaten zu stärken und gleichzeitig die „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ in den Grenzregionen zu fördern, indem Entwicklungshemmnisse gemeinsam angegangen werden. Es ist ein eigenständiges Instrument der europäischen Strukturpolitik.

Das Kooperationsprogramm INTERREG Brandenburg-Polen (auch Mittelprogramm genannt) unterstützt Vorhaben, die im brandenburgisch-polnischen Grenzraum umgesetzt werden. Das Fördergebiet erstreckt sich auf:

Landkreis Märkisch-Oderland, Landkreis Oder-Spree, Landkreis Spree-Neiße und die kreisfreien Städte Frankfurt (Oder) und Cottbus und auf der polnischen Seite über die gesamte Wojewodschaft Lebuser Land (Lubuskie).

Die Auswahl von Projekten zu Förderung trifft ein deutsch-polnischer Begleitausschuss. Dieser setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern beider Länder zusammen: regionale Akteure der Verwaltung, Euroregionen, Wirtschafts- und Sozialpartner sowie Akteure der Zivilgesellschaft aus Deutschland und Polen.

Mehr zum Programm: INTERREG-brandenburg-polska.eu 

 

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