Sechs neue INTERREG-Projekte ausgewählt
Grenzübergreifendes Programm Brandenburg-Polen
Potsdam, 19. Oktober 2026. Der Begleitausschuss des INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen hat in seiner letzten Sitzung sechs weitere Projekte zur Zusammenarbeit von Institutionen sowie der Bevölkerung genehmigt. Außerdem hat sich die Arbeitsgruppe Zukunft zur Entwicklung des Kooperationsprogrammes für die Förderperiode 2028-2034 konstituiert.
In der Förderperiode 2021-2027 stellt die Europäische Union für die Umsetzung des INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen Mittel in Höhe von 88,3 Millionen Euro zur Verfügung. Für die nun ausgewählten sechs Projekte des achten Förderaufrufs genehmigte der Begleitausschuss ein EU-Fördervolumen von weiteren 3,7 Millionen Euro. Damit sind nunmehr 77 Millionen Euro des Programmbudgets gebunden. Die Projektanträge aus dem 9. Förderaufruf, der am 15. September 2026 endete, werden dem Begleitausschuss im Frühjahr 2027 zur Entscheidung vorgelegt.
Die neu bestätigten Projekte adressieren rechtlich-administrative Hindernisse an der brandenburgisch-polnischen Grenze und wollen zum Kapazitätsaufbau von Verwaltungen beitragen.
Dr. Markus Niggemann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa (MWEKE) und Polenbeauftragter des Landes Brandenburg erklärt: „Mit den ausgewählten Projekten werden beispielsweise Lösungen der grenzüberschreitenden Mobilität entwickelt, die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen verstärkt und die zukünftigen Handlungsfelder der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße ausgelotet. Weiterhin hebt der Ausbau der Grenzinformationspunkte das grenzüberschreitende Beratungsangebot auf ein neues Level.“
Im Hinblick auf die Förderperiode 2028-2034 hat sich im Vorfeld des Begleitausschusses die Arbeitsgruppe Zukunft konstituiert. Das Gremium erarbeitet den Entwurf des Kooperationsprogramms für die Förderperiode 2028-2034.
Hintergrund
INTERREG ist ein Programm der Europäischen Union, welches auch als Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) bezeichnet wird und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Es hat das Ziel, durch grenzüberschreitende Kooperation den Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen den europäischen Regionen und Mitgliedstaaten zu stärken und gleichzeitig die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in den Grenzregionen zu fördern, indem Entwicklungshemmnisse gemeinsam angegangen werden. Es ist ein eigenständiges Instrument der europäischen Strukturpolitik.
