Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa (MWEKE)

Auenwald an der Oder bei Criewen

Foto: Patrick Pleul / dpa

Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit in Brandenburg

Der am 5. März 2024 verabschiedete Klimaplan Brandenburg und die am 4. Juli 2023 verabschiedete Strategie zur Klimaanpassung für Brandenburg bilden die beiden Säulen der Klimapolitik der brandenburgischen Landesregierung. Ergänzt wurden diese um die ebenfalls am 5. März 2024 verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Der Klimaplan zielt auf den Schutz des Klimas durch Emissionsminderung und Stärkung der ökologischen Senken zur Erreichung von Klimaneutralität bis spätestens 2045 ab, während die Klimaanpassungsstrategie die Begrenzung von Risiken und Schäden durch nachteilige Folgen des Klimawandels zum Ziel hat. Mit der Landesnachhaltigkeitsstrategie soll das Land ökologisch gesichert, wirtschaftlich leistungsfähig und sozial ausgewogen weiterentwickelt werden.

Die mit der Industrialisierung seit dem 19. Jahrhundert verbundenen Emissionen von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) haben zu einer globalen Erwärmung der Erdatmosphäre und drastischen klimatischen Veränderungen geführt. Auch in Brandenburg. Dies belegt der Klimareport 2024.

Daraus ergeben sich weltweit und in unserer Region bedrohliche Auswirkungen auf ökologische und gesellschaftliche Systeme. Nahezu alle Staaten der Erde haben darum 2015 im Pariser Abkommen beschlossen, gemeinsam bis 2050 den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf zwei Grad Celsius - besser noch auf 1,5 Grad Celsius - im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Das Land Brandenburg wird seinen Anteil zur Erreichung dieser Ziele leisten. Die Regierungskoalition hat sich darauf verständigt, im Sinne des Pariser Klimaabkommens von 2015 bis spätestens 2045 den CO2-Ausstoß und alle anderen Treibhausgasemissionen auf ein Netto-Null-Maß zu reduzieren.

Parallel dazu hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (MWAEK) in der aktuellen Landesregierung die Federführung für die Klimaanpassung und die Nachhaltigkeit übernommen. Es müssen wirksame Maßnahmen zur Anpassung an die bereits jetzt eingetretenen und noch zu erwartenden Folgen des Klimawandels umgesetzt und weiterentwickelt werden. Zeitgleich orientiert sich die Landesregierung mit einer eigenen Landesnachhaltigkeitsstrategie für Brandenburg an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Sie decken praktisch alle Lebensbereiche ab und sind seit dem 1. Januar 2016 für 15 Jahre gültig.

Damit diese drei Strategien erfolgreich umgesetzt werden können, muss zunächst ermittelt werden, wie die Ausgangslage ist und wie stark welche Maßnahmen die Änderungen landesspezifisch beeinflussen können. Dies kann mit einem umfangreichen und regelmäßig erstellten Monitoring gewährleistet werden.

Weiterführende Links

Der Klimaplan Brandenburg ist die erste klimapolitische Gesamtstrategie der Landesregierung mit dem Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045. Das 103 Maßnahmen umfassende Maßnahmenprogramm untersetzt in allen relevanten Handlungsfeldern die von der Landesregierung im August 2022 beschlossenen Treibhausgas-Minderungsziele für die Jahre 2030, 2040 und 2045.

Eine Strategie zur Klimaanpassung für Brandenburg wurde im Jahr 2023 verabschiedet. Damit bereitet sich das Land Brandenburg zum ersten Mal systematisch und ressortübergreifend auf die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels vor

Die Landesregierung leistet ihren Beitrag an der Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Die vielfältigen Aktivitäten im Politikfeld der Nachhaltigkeit sollen unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und die Lebenschancen auch zukünftiger Generationen gerecht verteilen.