Wirtschaftsministerin Klement besucht Polen - elf neue INTERREG-Förderprojekte genehmigt
Eine Woche nach Amtsantritt als neue Führungsspitze im Wirtschafts- und Europaministerium statteten Ministerin Martina Klement und Staatssekretär Dr. Markus Niggemann am 25. März 2026 der benachbarten Partnerwojewodschaft Lubuskie einen Antrittsbesuch ab. Zeitgleich hat der Begleitausschuss des INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen nach zweitägiger Sitzung in Cottbus elf weitere Projekte genehmigt.
Potsdam, 26. März 2026. Einen Tag nach der Ernennung von Dr. Niggemann zum Beauftragten für die Beziehungen des Landes Brandenburg zu Polen empfing Marschall Sebastian Ciemnoczołowski Martina Klement und Markus Niggemann im Marschallamt in Zielona Góra zu einem Gespräch.
Gemeinsam wurden die vielfältigen gegenseitigen Anliegen beider Regionen erörtert. Dazu gehören unter anderem die gemeinsame Regionalentwicklung, der weitere Ausbau der grenzüberschreitenden Infrastruktur, die bessere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft auf beiden Seiten, aber auch die Doppelstädte Frankfurt (Oder) - Słubice und Guben - Gubin. Weitere Gesprächspunkte waren Städte- und Schulpartnerschaften, die Förderung des Sprachunterrichts sowie die gemeinsame Vertretung der Interessen der Grenzregion gegenüber der EU in Brüssel.
Wirtschaftsministerin Martina Klement: „Wir wollen die gute Zusammenarbeit mit unserer Nachbarregion Lubuskie weiter vertiefen, denn ich halte es für unabdingbar, die gesamte Region gemeinsam zu denken. Lubuskie und Brandenburg verbindet eine Vielzahl von wichtigen Themen und wir wurden in Lubuskie sehr herzlich empfangen. In den freundschaftlichen Gesprächen haben wir etliche Ansatzpunkte besprochen, die unserer Partnerschaft zusätzliche Impulse verleihen werden, um die gemeinsame Region noch stärker und enger miteinander zu verbinden.“
Im Anschluss an das politische Gespräch nahmen die Ministerin und der Staatssekretär zusammen mit Vertretern des Marschallamts an einem Besuch im hochmodernen Weltraumtechnologiepark von Zielona Góra teil. Der Termin wurde von der IHK Cottbus in Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz und dem Weltraumtechnologiepark organisiert. Die Veranstaltung mündete in ein intensives Vernetzungstreffen der ungefähr 60 teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Wissenschaft, Forschung und Verbänden beider Seiten.
Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Markus Niggemann: „Ich freue mich sehr über meine neue Aufgabe als Polen-Beauftragter der brandenburgischen Landesregierung und danke dem Marschall für den freundlichen Empfang und das offene Gespräch zur polnisch-deutschen Partnerschaft. Der Besuch des Weltraumparks hat gezeigt, dass es ein großes Interesse auf beiden Seiten gibt, sich stärker auszutauschen und zu vernetzen. Darin sehe ich viel Potenzial für die Zukunft und ich werde mich nach Kräften in die Fortentwicklung dieser europäischen Region einbringen.“
Zeitgleich hat der Begleitausschuss des INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen nach zweitägiger Sitzung in Cottbus elf weitere Projekte genehmigt, u. a. in den Bereichen Innovation, Bildung und Tourismus. Damit hat das Gremium nun über alle Projektanträge des vierten, fünften und sechsten Förderaufrufs entschieden.
Die neu genehmigten Projekte stärken die deutsch-polnische Partnerschaft, insbesondere die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen sowie den kulturellen Austausch.
Dr. Markus Niggemann erklärt: „Die ausgewählten Projekte unterstreichen einmal mehr die Bedeutung der guten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Lubuskie.“
In dieser Förderperiode 2021-2027 stellt die Europäische Union für die Umsetzung des neuen INTERREG-Kooperationsprogramms VI A Brandenburg-Polen insgesamt Mittel in Höhe von 88,3 Millionen Euro zur Verfügung. Für die ausgewählten 11 Projekte des vierten bis sechsten Förderaufrufs genehmigte der Begleitausschuss ein Fördervolumen von weiteren 11,2 Millionen Euro. Damit sind nunmehr 70,0 Millionen EURO gebunden. Über die Projekte des siebten Förderaufrufs des Programms wird in der nächsten Sitzung im Mai 2026 entschieden.
In dem thematischen Schwerpunkt Innovation wird mit dem neu bewilligten Vorhaben die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen KMU aus Brandenburg und der Woiwodschaft Lubuskie gestärkt und Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen für Kunden auf beiden Seiten der Grenze unterstützt. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die Schaffung von Rahmenbedingungen, die den Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen ermöglicht, eine leichtere Zusammenarbeit fördert und den Wissensaustausch und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen ermöglichen.
Hintergrund:
INTERREG ist ein Programm der Europäischen Union, welches auch als Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) bezeichnet wird. Es hat das Ziel, durch grenzüberschreitende Kooperation den Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen den europäischen Regionen und Mitgliedstaaten zu stärken und gleichzeitig die „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ in den Grenzregionen zu fördern, indem Entwicklungshemmnisse gemeinsam angegangen werden. Es ist ein eigenständiges Instrument der europäischen Strukturpolitik.
Das Kooperationsprogramm INTERREG Brandenburg-Polen (auch Mittelprogramm genannt) unterstützt Vorhaben, die im brandenburgisch-polnischen Grenzraum umgesetzt werden. Das Fördergebiet erstreckt sich auf: Landkreis Märkisch-Oderland, Landkreis Oder-Spree, Landkreis Spree-Neiße und die kreisfreien Städte Frankfurt (Oder) und Cottbus und auf der polnischen Seite über die gesamte Wojewodschaft Lebuser Land (Lubuskie).
Mehr zum Programm: https://INTERREG-brandenburg-polska.eu
