Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation

Sprachauswahl

Suche Hilfe
zum Stichwortverzeichnis

Standardnavigation

Hauptnavigation

Ausbau der Bahnstrecke Angermünde – Grenze

Foto: Roter Regionalzug rauscht vorbei.
Bis 2025 soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein.
Am 30. November 2021 fand der offizielle Spatenstich für den Ausbau der Strecke Angermünde – Grenze D/PL statt. Bis 2026 wird die rund 49 Kilometer lange Gesamtstrecke modernisiert und durchgehend zweigleisig für Geschwindigkeiten bis 160 km/h ausgebaut.

Das Bauvorhaben beinhaltet Oberbaumaßnahmen mit Gleislage- und Gradientenänderungen am Bestandsgleis, den Ersatzneubau bzw. die Anpassung von Eisenbahnüberführungen, von Durchlässen und von Bahnübergängen, Bahnsteigerneuerungen in Bahnhöfen und Haltepunkten, Errichtung von Lärmschutzwänden, den Neubau einer Personenüberführung im Bahnhof Passow sowie die Anpassung der Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik, der Elektrotechnik und der Anlagen der Telekommunikation.

Es ist geplant, die Arbeiten in zwei Abschnitten durchzuführen:

  • 1. Abschnitt (Angermünde – Passow): Auf dem rund 19 Kilometer langen Abschnitt ist unter anderem der Ersatzneubau der bereits vorhandenen Oberleitung vorgesehen. Die vorhandenen Bahnanlagen werden für die höheren Geschwindigkeiten erneuert, die Verkehrsstation Passow wird modernisiert. Zudem sind bei Passow und Angermünde 740 Meter lange Überholgleise geplant. Für die Versorgung der Gesamtstrecke mit Bahnstrom wird bei Angermünde ein Umrichterwerk neu gebaut.
  • 2. Abschnitt (Passow – Grenze D/PL): Entlang dieses 30 Kilometer langen Abschnitts ist der Neubau eines zweiten Gleises sowie der Oberleitung vorgesehen. Die vorhandenen Bahnanlagen werden erneuert und die vier Verkehrsstationen in Schönow, Casekow, Petershagen und Tantow modernisiert.
     

Der Baufortschritt wird online dokumentiert: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/angermuende-stettin

Rückbau des alten Stellwerks am Haltepunkt Schönow

Am 23. Februar 2026 begann der Rückbau des alten Stellwerksgebäudes am Haltepunkt Schönow (Uckermark). Dafür war die Schönower Bahnhofstraße im Bereich des Haltepunkts bis 20. März 2026 halbseitig gesperrt. Der Rückbau des Gebäudes ist für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Passow und der Grenze zu Polen notwendig.

Auf der freiwerdenden Fläche ist die Anlage von Parkplätzen und überdachten Fahrradabstellplätzen geplant.

Foto: Gebäude wird mit einem Bagger abgerissen
Rückbau des Stellwerks Schönow (März 2026)

Erster Bauabschnitt der Bahnstrecke Angermünde – Grenze planmäßig fertiggestellt

Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist erreicht: Der 1. Bauabschnitt zwischen Angermünde und Passow ist nun modernisiert und ausgebaut. Auf dem rund 19 Kilometer langen Abschnitt wurden die Bahnanlagen einschließlich der Oberleitung für höhere Geschwindigkeiten erneuert. In Passow und Angermünde stehen jetzt 740 Meter lange Überholgleise für lange Güterzüge zur Verfügung. Die neue Infrastruktur ist entscheidend für mehr Züge und mehr Verlässlichkeit im Verkehr zur PCK Raffinerie GmbH. Die Versorgung der Gesamtstrecke mit Bahnstrom sichert ein neues Umrichterwerk bei Angermünde.

Nach der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts fahren weiter Ersatzbusse auf den beiden bewährten Linien (direkte Expressbusverbindung Angermünde – Szczecin, sowie Busverbindung Angermünde – Szczecin mit Halt an Unterwegsbahnhöfen). Der Personenverkehr zwischen Angermünde und Passow wird wie geplant Ende 2027 mit Inbetriebnahme des deutschen Streckenabschnittes wieder aufgenommen. Hintergrund sind weitere Sperrungen der Strecke Angermünde – Passow für Restarbeiten im ersten Halbjahr 2026 sowie anschließende Bauarbeiten an Gleisen und dem geplanten neuen Mittelbahnsteig im Bahnhof Passow im Rahmen des 2. Bauabschnitts.

Baugenehmigung für den 2. Bauabschnitt erteilt

Der Planfeststellungsbeschluss für den 2. Bauabschnitt des Projekts wurde vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erteilt. Er stellt die rechtliche Voraussetzung für den Beginn der Bauarbeiten (Baugenehmigung) dar. Die Bekanntmachung für die Öffentlichkeit kann in Kürze auf der Internetseite des EBA unter eba.bund.de eingesehen werden.

Der 2. Bauabschnitt umfasst die 30 Kilometer lange Strecke zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze. Diese ist gegenwärtig noch eingleisig, wird aber unter anderem zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.

Zunächst finden vorgezogene Bauarbeiten statt. Diese umfassen beispielsweise Baumfällungen entlang der Strecke im Oktober 2025, das Herstellen von Baustraßen und Baustellenflächen, Arbeiten zur Stabilisierung des Bahndamms und den Abtrag von Altschotter ab Ende November 2025.

Der offizielle Baubeginn der Hauptbauleistungen, vor allem auch der Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, ist für Sommer 2026 geplant.

Inbetriebnahme der Ausbaustrecke verschiebt sich auf Ende 2027

Die für Ende 2026 geplante Gesamtinbetriebnahme der Ausbaustrecke kann nicht gehalten werden. Grund dafür ist der in der Baubranche bestehende akute Mangel an spezialisierten Fachkräften, insbesondere in der Leit- und Sicherungstechnik.

Für die Ausbaustrecke Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin) bedeutet dies eine Verschiebung des Beginns der Bauhauptleistungen unter Totalsperrung im 2. Bauabschnitt zwischen Passow und der Bundesgrenze D/PL auf Sommer 2026 sowie der Gesamtinbetriebnahme der Strecke auf Ende 2027.

Mit Blick auf den polnischen Teil des Bauprojekts ergibt sich durch die Verschiebung eine zeitliche Synchronisierung mit dem Baubeginn in Polen.

Die laufenden Bauarbeiten im 1. Bauabschnitt „Angermünde – Passow“ sind von der Verschiebung nicht betroffen und werden planmäßig fortgeführt.

Quelle: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/angermuende-stettin

Informationen zum Gesamtprojekt:

bauprojekte.deutschebahn.com

Im Video auf YouTube wird das Bauprojekt vorgestellt.

Weitere Artikel