In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen
Virtuell Reality im Jüdischen Museum Schwedt
Einladung zur Ausstellungseröffnung
29.4.2026, 15 Uhr, Jüdisches Museum Schwedt/Oder
Die Sommersaison im Jüdischen Museum am Karlsplatz startet am 29. April 2026 mit einem Paukenschlag. Erstmals wird die innovative Ausstellung „In Echt“ in Schwedt gezeigt. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Virtual-Reality-Experience. Den Besuchern begegnen mithilfe von VR-Brillen fünf jüdischen Zeitzeugen im dreidimensionalen Raum. So entsteht eine persönliche Erzähl- und Interviewsituation, die es ermöglicht, die Geschichten der Holocaustüberlebenden auf eine neue, eindringliche Weise, quasi „In Echt“ zu erleben.
In einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen persönlich über ihre Erfahrungen berichten können, das Wissen über die NS-Zeit brüchiger und antisemitische Einstellungen sichtbarer werden, gewinnt die Frage nach einer zeitgemäßer Erinnerungsarbeit eine neue Dringlichkeit. Die Ausstellung setzt genau hier an: Wie kann historisches Lernen gelingen und das emotional zugänglich, reflektiert und medienkritisch zugleich? Die Vermittlung von Geschichte über Zeitzeugenerzählungen erhält mit Virtuell Reality eine neue Qualität und das emotionale Begreifen von historischen Gegebenheiten wird auf einer ganz neuen Ebene möglich. Die Besucher erleben ein Angebot für eine Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter. Ein Ausstellungsbesuch wird ab 14 Jahre empfohlen.
Sehr herzlich möchte ich Sie zur Ausstellungseröffnung am 29. April 2026 um 15 Uhr einladen. Die Grußworte der Stadt Schwedt hält der stellvertretende Bürgermeister Silvio Moritz. Zur Intention der Ausstellung spricht Dr. Katalin Kraszanahorkai, Kuratorische Leiterin des Brandenburg Museums für Zukunft, Gegenwart und Geschichte. Eine Einführung in die Ausstellung gibt im Anschluss Johanna Schüller, Projektleiterin für die Ausstellung „In Echt?“. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch Dagmar Flemming und ihre Konzertharfe.
Die Ausstellung „In Echt? Virtuelle Begegnungen mit NS- Zeitzeug:innen“ wird in Kooperation mit dem Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte gezeigt. Die Anschaffung der VR-Brillen war durch regionale Sponsoren möglich. Gefördert wurde das Projekt durch die PCK Raffinerie GmbH, den Unternehmensverbund Stadtwerke Schwedt, die Wohnbauten GmbH Schwedt/Oder sowie die MVL GmbH Schwedt.
