Ein Fenster in ferne Zeiten. Die Sammlung prähistorischer Funde des Stadtmuseums Schwedt/Oder
Vortrag im Stadtmuseum
Am Donnerstag, dem 16. April 2026, um 17 Uhr lädt das Stadtmuseum zu einer spannenden Zeitreise in die Ur- und Frühgeschichte ein. Jahrhunderte- und jahrtausendealte Objekte des Museums können hautnah erlebt werden. Um jeden Originalfund aus Schwedt und den Ortsteilen gibt es Hintergründe, Geschichten, manchmal nur Vermutungen, die erzählt werden sollen. Erst dadurch werden die Gegenstände lebendig und lassen die Betrachter in eine bemerkenswerte, längst vergangene Zeit eintauchen.

Das Stadtmuseum beherbergt seit seiner Gründung durch einen Freundeskreis um den jahrzehntelang wirkenden Museumsleiter Otto Borriss eine umfangreiche Sammlung archäologischer Funde. Diese sind Zeugnisse aus der Prähistorie sowie der Ur- und Frühgeschichte der Region. Trotz der erheblichen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs haben sich zahlreiche Objekte bis heute erhalten und wurden im Laufe der Jahre durch weitere Neufunde ergänzt. Insbesondere in der Zeit der DDR lag ein Schwerpunkt auf der Erweiterung der Sammlung. Ein systematischer Ansatz, der die Funde sowohl untereinander als auch in ihrem übergeordneten archäologischen Zusammenhang erschließt, fehlte jedoch lange Zeit. Seit 2023 werden die Bestände des Museums durch den Archäologen Konrad von Fournier sukzessive aufgearbeitet. Ziel ist es, die Objekte sowohl in ihrem Fundkontext als auch in ihrem forschungsgeschichtlichen Hintergrund neu zu verorten.

Viele der Funde erzählen dabei erstaunlich spannende Geschichten und werfen Schlaglichter auf mehrere Jahrtausende kulturgeschichtlicher Entwicklung der Region – von der ausgehenden Altsteinzeit bis in das slawische Mittelalter. Das Spektrum der Artefakte reicht dabei von zahlreichen keramischen Objekten über vielfältige steinerne Werkzeuge bis hin zu Geräten aus Knochen und Geweih sowie einzelnen Metallfunden. In dem Vortrag „Ein Fenster in ferne Zeiten, die Sammlung prähistorischer Funde des Museums Schwedt/Oder“ werden ausgewählte Stücke aus der Sammlung vorgestellt und ihre Geschichten lebendig und anschaulich durch den Archäologen Konrad von Fournier präsentiert.
Beginn: 17 Uhr, Eintritt: frei (Spenden erwünscht)
