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Relief-Sicherung für Restaurierung

Restaurierung des Kunstwerkes „Geschichte von Schwedt“ beginnt

Foto: eingezäunte Tragkonstruktion
Nach dem Abbau des Reliefs zeigt sich die Tragkonstruktion. (Foto: Almuth Escher)
Aufmerksamen Anwohnern und Spaziergängern wird vielleicht aufgefallen sein, dass etwas fehlt in der Lindenallee. Im März 2026 wurde das bekannte Ringrelief von Axel Schulz abgebaut und in eine Restaurierungswerkstatt transportiert. Dafür wurde der Ring in vier unterschiedlich große Teilsegmente zerlegt, die Segmente auf einer Spezialpalette gelagert, die Reliefansichten mit Luftkissen gepolstert und in eine sichere Transportbox eingehüllt. Beim Abbau hat sich auch die innere Konstruktion des Kunstwerkes zu erkennen gegeben, sodass weitere detaillierte Maßnahmen geplant werden können. Die fachgerechte Restaurierung wird durch das Team der Firma steinfest Restaurierung GbR aus Potsdam durchgeführt. 

Aufgrund gravierender Schäden mit drohendem Substanzverlust an der Ringstele machten sich Konservierungsmaßnahmen notwendig. Finanzieller Hauptförderer der Restaurierung ist die Ostdeutsche Sparkassenstiftung. Darüber hinaus erhielt die Stadt im Jahr 2024 vom Kulturministerium Brandenburgs Fördermittel sowie von der Stadtsparkasse Schwedt als regionalem Förderer eine Spende. Durch diese Unterstützung ist die Restaurierung des Kunstwerkes erst ermöglicht worden.

Das ringförmige Relief „Geschichte von Schwedt“ von Axel Schulz (1937–2012) aus dem Jahr 1971 ist ein bedeutendes, technisch experimentelles Objekt der baugebundenen Kunst der DDR in Schwedt. Es besteht aus einem schwebenden Ring, der über Verbindungsstege an vier Rundpfeilern befestigt ist. Das Werk zeigt Szenen der Stadtentwicklung von 1958 bis 1971 und greift dabei Themen wie Landwirtschaft, Bauarbeiten an Industrie- und Wohnungsbauten, Frauen im Arbeitsalltag sowie junge Familien und eine Kindergärtnerin mit ihrer Kindergruppe, Kinderreichtum und Kindererziehung auf. Hinzu kommen Szenen von Bau- und Montagearbeitern und die Anlage des Erdölverarbeitungswerkes – Motive aus Industrie und Aufbau dominieren.